FAQ | erste Chemo Runde

Jaa wie läuft der Spaß so ab? Ach wenn es nicht so erfolgreich war, hier eine Übersicht von der ersten Chemo.

Also der erste Durchgang war eine 24h Chemo, es wurde aber so eingestellt, das man Abends noch eine kurze Dusch und umzieh Pause hat, bis es in die nächste Runde ging. Ich habe zwei Stoffe bekommen, Cyterabin (läuft die ganze Zeit) und Daunorubizin (das schreibt man sicher anders), zweiteres ist wohl so toxisch, dass es die Haut bei nebendran laufen sofort schwarz verfärben würde. Yummi. Darum das Port System am Schlüsselbein, weil die Gabe über die Arm Vene zu gefährlich wäre. Also der ominöser Port ist ein kleines Kämmerchen am Schlüsselbein, von welchem aus Schläuche in die eine Herzkammer führen. Das einsetzten in die Chirurgie hat zwar nur zehn Minuten gedauert, aber super schön wars trotzdem nicht. Mit Vorbereitung, warten, dies das waren wir da aber auch eine Stunde oder so beschäftigt. Naja und da (in die Portkammer) wird dann eine Nadel reingestocken, die alle fünf Tage gewechselt werden muss. Ist aber eine super praktische Sache, weil man dort nicht nur alles reinlaufen lassen kann (Chemo, Infusion, Antibiotikum, Spenderblut, …) sondern auch Blut abzapfen kann. Ohne die Arme zu zerstechen. 

Die Chemos hängen immer an einem super unpraktischen Wägelchen, zusammen nem guten Liter Kochsaltzlösung die  konstant mitläuft. Das besdeutet, das man Nachts alle zwei/drei Stunde sehr dringend Richtung Klo rennen muss. Hm rennen. Also Wägelchen vom Stecker ziehen, losdackeln, ins Bad schieben, wegen dem unebenen Übergang fängt irgendwas an zu pipsen. Arg. “Tropfalarm“. Und piepen ist echt ein Euphemismus, weil es ein super penetrantes unangenehmes Gelärme ist. Ich hätte ein schönes Naturgeräsch präferiert, irgendwie Vogelgezwitscher im Wald oder soetwas. Naja. Wenn man etwas dagegen schnippt und auf den einen Knopf drückt geht es manchmal auch von alleine wieder, sonst muss man doch jemanden rufen. 

Naja das war die Chemo, jetzt vielleicht noch was zu den Nebenwirkungen. Da die Chemo nicht nur die bekloppten Krebs zellen angreift, sondern alle sich schnell teilende Körperzellen (vorallem Schleimhäute, Darmepirhthelzellen, Haarwurzeln,…) kommt es zu diversen Nebenwirkungen. Wenn man den Aufklärungszettel liest fällt man fast vom Stuhl, aber es muss nun mal alles notiert werden was so auftreten kann. Was dann tatsächlich passiert ist aber sehr individuell. Die Hauptnebenwirkungen gingen los, als die Chemo Woche rum war. 

Also mein Körper neigt sehr leicht zu Blutungen, darum habe ich da auch ein bisschen alles mitgenommen. Blut beim Zähneputzen, Blut im Urin (habe aber auch eine komische Schiene in die Niere bekommen, weil die eine wohl sehr… individuell ist), Monatsblutung trotz Spritze die das verhindern sollte (und dann die “normalen“ ichhabemeinetage Symptome neben den anderen mist), Nasenbluten, mehr Nasenbluten, man muss Tamponaden in die Nase drücken Nasenbluten, dabei so viel Blu geschluckt, das der Stuhl schwarz wurde (was auf Blut im Magen schließen lässt). 

Dann Magenschmerzen (mein Magen war ja vorher auch nicht so richtig fit) was auch nach rechts und links gezogen hat, zum Teil wohl einfach muskuläre Verspannungen weil ich nicht so richtig aus dem Bett gekommen bin. Naja und wenn ich aufgestanden bin, bin ich ein bis Quasimodo mäßig gebückt gelaufen weil es weh getan hat, das waren aber zum Glück nur ein zwei Tage wo es so krass war. 

Müdigkeit und Abgeschlagenheit waren auch dabei, zum Teil etwas Appetitlosigkeit. Ästhetische Markel wären noch der Akne mäßige Ausschlag auf dem Brustkorb (durchs Cortison wahrscheinlich) und det Haarausfall der aber jetzt erst so richtig los geht.

Aber ich denke alles im allen ziemlich aushaltbar, gibt in nem Krankenhaus ja auch genug gegen Schmerzen und Co. Und dann gibgs mit den (wenn auch nur seeeehr langsam) steigenden Blutwerten nach ner Woche wieder besser. Am schlimmsten war echt der Nasenkram, das hat mich den ganzen Tag gerädert. Und abends war ich ein Hibbelpaket, weil ich schon den ganzen Tag im Bett lag und dann nicht schlafen konnte. Generell wenn man nicht aus dem Bett kommt und sich so eine richtig schöne Kuhle legt, kommen die Rückenschmerzen bei den Matratzen quasi von allein. Jackpot. 

Aber Übelkeit/Erbrechen/offene Stellen im Mund sind mir glücklicherweise erspart geblieben. Die Toilettengänge und Badbesuche waren nur immer eine Überraschung. Nur schade, dass -wenn man sich schon durch den Mist wuselt- die Ergebnisse echt nicht so der burner waren. Hoffentlich klappts diemal besser! 

Naja aber es man muss präventiv auch alles mögliche unternehmen: Augentropfen in regelmäßigen Abständen, Mundspülung am besten sieben mal am Tag, Nasenöl, die ganzen Tabletten, dann noch ein bisschen was zum inhalieren (3x täglich am besten)  weil ich etwas husten musste.

Naja ich glaube das war erstmal alles wichtige, wenn irgendwo logik Lücken sind oder ihr noch Fragen habt- immer her damit! 

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